>> Steuertipps

Bundesfinanzhof bejaht Doppelförderung für Baudenkmäler

In einem neu veröffentlichten Urteil hat der Bundesfinanzhof eine Frage zu Gunsten der Steuerpflichtigen entschieden, die in der Vergangenheit häufig zu Streit zwischen Erwerbern von Baudenkmälern und dem Finanzamt führte. Der BFH entschied, dass der Erwerber einer denkmalgeschützten Immobilie sowohl die Eigenheimzulage als auch die Förderung nach § 10f EStG in Anspruch nehmen kann (Az.: X R 19/02).

Einzelheiten über diese Änderungen finden Sie unter:
http://www.lexisnexis.de/aktuelles.php?showaktuelles=48436&or=12&ur=&tt=news


Änderungen der Abschreibung für Baudenkmäler und Immobilien in Sanierungsgebieten

Zum Jahresanfang 2004 wurden die Paragrafen 7h und 7i EStG geändert. Diese Paragrafen regeln die Abschreibung für die Sanierung von denkmalgeschützten Immobilien oder solchen, die in Sanierungsgebieten liegen. Während bisher eine jährliche Abschreibung von 10% der begünstigten Aufwendungen auf 10 Jahre verteilt möglich war (10 x 10%), wird die Abschreibung künftig auf 12 Jahre "gestreckt". In den ersten 8 Jahren können künftig jeweils 9% abgeschrieben werden und in den darauf folgenden 4 Jahren jeweils 7%.

Einzelheiten über diese Änderungen finden Sie unter:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Aktuelles/Aktuelle-Gesetze-.388.22113/Gesetze/Haushaltsbegleitgesetz-2004-HB...htm


Aktuelle Entwicklungen bei der Immobilienbesteuerung

Abweichend von den ursprünglich in der Presse dargestellten Regelungen hat die Bundesregierung am 20. November 2002 in einem Kabinettsbeschluss die Besteuerung von im Privatvermögen gehaltenen Grundbesitz im Rahmen des sogenannten Steuervergünstigungsabbaugesetz neu geordnet. Das Gesetz soll am 20. Februar beschlossen werden, so dass ab diesem Zeitpunkt mit erheblichen Veränderungen zu rechnen ist. Die Derzeitigen gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass der Gewinn aus der Veräußerung von im Privatvermögen gehaltenen Grundbesitz der tariflichen Einkommenstuer unterliegt, wenn zwischen Erwerb und Veräußerung ein Zeitraum liegt, der nicht länger als 10 Jahre ist. Bei Immobilien, die nach 31. Juli 1995 angeschafft werden, bzw. bei eigener Herstellung nach dem 31. Dezember 1998 fertiggestellt werden, ist bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Veräußerungsgewinns zu beachten, dass die in Anspruch genommene Abschreibung die Anschaffungskosten mindert.

Ausgenommen von der Versteuerung sind  Immobilien, die zwischen Anschaffung/Herstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und den beiden vorhergehenden Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden. Hier kann insbesondere eine eigenbetriebliche Nutzung oder eine Nutzung als Arbeitszimmer schädlich sein.

Der von der Bundesregierung nun verabschiedete Gesetzesentwurf sieht für die Zukunft folgende Neuerungen vor:

- Anschaffung/Herstellung und Veräußerung des Grundvermögens nach dem 21. Februar 2003:  
=> 
Pauschalbesteuerung i.H.v. 15 % des erzielten Veräußerungs
gewinnes.

 
- Anschaffung/Herstellung des Grundvermögens vor dem 21. Februar 2003, Veräußerung nach dem 21. Februar 2003:
=>
Pauschalbesteuerung i.H.v. 1,5 % des Veräußerungserlöses, die entspricht einer Versteuerung in Höhe von 15% auf einen angenommenen Veräußerungsgewinn in Höhe von 10% (ein niedriger Veräußerungsgewinn kann der Finanzverwaltung gegenüber nachgewiesen werden.).


-   Anschaffung/Herstellung des Grundvermögens vor dem 21. Februar 2003, Veräußerung vor dem 21. Februar 2003 (Haltedauer weniger als 10 Jahre):

=> Volle Versteuerung des Veräußerungsgewinnes im Rahmen des derzeitigen § 23EStG.

Inwieweit zukünftig die genommenen Abschreibungen ebenfalls in die Ermittlung des steuerpflichtigen Veräußerungsgewinnes einzubeziehen sind, ist derzeit noch nicht klar. Fest steht, dass eigengenutzte Immobilien in gleichem Umfang von der Besteuerung ausgenommen werden sollen, wie dies vor der Gesetzesneufassung erfolgt.

In Einzelfällen bieten sich insbesondere bei Grundvermögen, das bereits länger als 10 Jahre im Privatvermögen gehalten wird, bei dem aber eine kurze bis mittelfristige Veräußerungsabsicht besteht, Gestaltungsmöglichkeiten an, um die steuerlichen Konsequenzen zu optimieren.

10. Dezember 2002                             Regine Funke-Lachotzki
  www.honert.de


 

Vermögenssteuer

* RDM-Experten: Angemessene Neubewertung aller Immobilien nicht möglich

Der Bundesfachausschuss für Sachverständige des Ring Deutscher Makler (RDM) schlägt Alarm. "Wir sehen keinen sinnvollen Weg für eine flächendeckende Neubewertung aller Immobilien in Deutschland, der den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts gerecht wird", sagt der Ausschussvorsitzende, Dipl.Ing. Ludger Kaup aus Gütersloh.

Sollte die Bundesregierung die Vermögenssteuer tatsächlich wieder einführen, müssten zirka 25 Millionen Immobilien neu bewertet werden. Nach Meinung der Sachverständigen wären hierfür 10 000 Bewerter zirka fünf bis sechs Jahre mit der Taxierung beschäftigt. Hinzuzurechnen sind die Kosten für die unausweichlichen Rechtsstreitigkeiten, die nicht unerheblich sein werden. "Die dadurch insgesamt entstehenden Kosten stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den möglichen Vermögenssteuern", warnt der Ausschussvorsitzende des RDM. Der Bundesfachausschuss "Sachverständige" des RDM, des immobilienwirtschaftlichen Verbandes mit zirka 4600 Mitgliedern, ist sich sicher, dass es kein Bewertungsverfahren gibt, mit dem die zirka 25 Millionen Immobilien in Deutschland angemessen und ausgewogen bewertet werden können. Der RDM warnt vor einer Flut von Streitigkeiten, die auf die Gerichte zukommt und empfiehlt den Politikern sehr sorgsam vor Einführung der Vermögenssteuer eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen.            (Immobilien Wirtschaft und Recht)


Steuerliche Gesichtspunkte zum anschaffungsnahen Aufwand


>> Recht >> Denkmalschutzgesetze für Deutschland

Baden-Würtemberg Niedersachsen
Bayern Nordrhein-Westfalen
Berlin Rheinland-Pfalz
Brandenburg Saarland
Bremen Sachsen-Anhalt
Hamburg Sachsen
Hessen Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern Thüringen